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Ellert Nijenhuis, PhD & Team: Grundkurs Enaktive Traumatherapie / ehemals: Diagnose und Behandlung von chronischen traumabezogenen Dissoziationen der Persönlichkeit

Beginn:
15. Jun 2023, 09:30
Ende:
18. Nov 2023, 17:00
Anmelde​schluss:
14. Jun 2023, 09:30
Kurs-Nr.:
W 97
Preis:
1680,00 EUR
Ort:
GLS Bank, Seminarraum Düsternstr. 10, 20355 Hamburg
Bemerkungen:
Zwei Blöcke live, ein Block online
Datum Beginn Ende Dauer Raum
15. Jun 202309:3017:00
16. Jun 202309:3017:00
17. Jun 202309:3017:00
31. Aug 202309:3017:00
1. Sep 202309:3017:00
2. Sep 202309:3017:00
17. Nov 202309:0017:00
18. Nov 202309:0017:00

Beschreibung

Ellert Nijenhuis, PhD, Sina Hulten und Oliver Püschel:

Grundkurs Enaktive Traumatherapie / ehemals: Diagnose und Behandlung von chronischen traumabezogenen Dissoziationen der Persönlichkeit

Parallel zu der Weiterbildung ist die Teilnahme an der eAcademy von Ellert Nijenhuis verpflichtend.
Sie erhalten die Möglichkeit für nur 100,- € (statt 295,- €) von Beginn bis Ende der Weiterbildung an der eAcademy teilzunehmen.
Die wichtigsten Vorteile der eAcademy-Mitgliedschaft sind:
+ Über 40 Videos von je einer Stunde in Deutsch und je einer Stunde in Englisch
+ 9 interaktive Online-Klassen mit Ellert, eine Stunde auf Deutsch und eine Stunde auf Englisch
+ 9 "Fragen & Antworten" mit Ellert eine Stunde auf Deutsch und eine Stunde auf Englisch
+ Mindest. 6 interaktive Webinare und öffentliche Supervisionen durch unsere Associates (mind. 6 Stunden auf Deutsch, mind. 6 Stunden auf Englisch).
+ Alle Aufzeichnungen können während der Mitgliedschaft unbegrenzt oft angeschaut werden.

Sie erhalten von der eAcdamy nach Ihrer verbindlichen Anmeldung bei uns eine E-Mail mit allen wichtigen Informationen.

 

Inhalte der Weiterbildung

Diese Weiterbildung findet im Juni und August 2023 LIVE und im November 2023 ONLINE statt!

Enaktive Traumatherapie ist eine Methode für die Behandlung von chronischen traumabezogenen Dissoziationen der Persönlichkeit und basiert auf der Theorie der Strukturellen Dissoziation.

Enaktive Traumatherapie wird durch den enaktiven Ansatz in Philosophie, Psychologie und Biologie beeinflusst - mit folgenden Prämissen:
Im Hinblick auf diesen Ansatz sind alle Menschen, ob traumatisiert oder nicht, 1. im Wesentlichen in ihrer Umgebung verkörpert und eingebettet. Sie sind 2. zielorientierte menschliche Organismus-Umwelt-Systeme, die in erster Linie bestrebt sind, ihre Existenz zu erhalten und 3. ursprüngliche affektive Systeme, die darauf ausgerichtet sind, Dinge zu verstehen. Der Mensch ist 4. darauf ausgerichtet, in sich als ein mentales und phänomenales Ich, eine Welt und ein Ich-als-Teil-von-dieser-Welt hervorzubringen.
Und 5. ist der Mensch bestrebt, primär Wissen auf der Grundlage der eigenen zielgerichteten sensomotorischen und affektiv aufgeladenen Aktionen zu erwerben.
Wie für jede Form des Lebens ist diese Inkraftsetzung das gemeinsame Ergebnis von Merkmalen des lebenden Organismus (Individuums) und Merkmalen der Welt.

In diesem Licht ist ein Trauma eine Verletzung eines gesamten menschlichen Organismus-Umwelt-Systems. Ihr Kern ist die mangelnde Integration verschiedener dynamischer Sehnsüchte und Bestrebungen: derjenigen, die die Sehnsucht danach haben, ein alltägliches Leben zu leben und vermeintliche Bedrohung zu vermeiden (insbesondere traumatische Erinnerungen), und solche, die die Sehnsucht danach haben, Integrität des Körpers zu verteidigen.
Bei dissoziativen Störungen nehmen diese Modi die Form von zwei oder mehr bewussten und selbstbewussten dissoziativen Subsystemen an, die ihr eigenes mentales und phänomenales Selbst, die Welt und das Selbst als Teil dieser Welt darstellen. Diese Subsysteme können als dissoziative Teile der Persönlichkeit des/der Patient*in bezeichnet werden, da "Persönlichkeit" als Organismus-Umwelt-System verstanden wird.

Eine Dreiheit von prototypischen dissoziativen Teilen kann unterschieden werden: Offensichtlich normale Teile der Persönlichkeit (ANP), die sich im täglichen Leben bewegen und sich bemühen, den Alltag zu navigieren und dabei traumatische Erinnerungen und emotionale Teile der Persönlichkeit (EP) zu vermeiden. In traumatischen Erinnerungen sind fragile Emotional Parts (EP`s) vor allem bestrebt, ihre Existenz angesichts der großen Bedrohung durch die Abwehraktionen von Säugetieren (z. B. Flucht, Einfrieren, Totstellen) zu bewahren. Kontrollierende Emotionale Teile (EP`s) streben danach, Kraft und Macht auszuüben, um den unerträglichen Gefühlen der Ohnmacht zu entkommen.
In diesem Zusammenhang können sie die Täter bis zu einem gewissen Grad nachahmen.
Die verschiedenen dissoziativen Teile neigen dazu, zu fürchten, zu verachten und zu vermeiden, können sich aber auch gegenseitig stören. Abgesehen von Phobien traumatischer Erinnerungen und dissoziativer Teile entwickeln viele Personen, die von ihren Eltern und / oder anderen signifikanten anderen vernachlässigt, misshandelt oder missbraucht worden sind, Phobien der Bindung und des Bindungsverlusts. Infolgedessen werden traumatische Erlebnisse und Erinnerungen sowie dissoziative Teile nicht integriert und bestehen als sensomotorische, affektiv aufgeladene Erfahrungen, die immer wieder nachgestellt werden.

Enaktive Traumatherapie ist das Bestreben, das integrative Defizit zu korrigieren.
Es umfasst den/die Patient*in und den/die Therapeut*in als zwei Organismus-Umweltsysteme, die eine gemeinsame Welt mitgestalten und bestrebt sind, gemeinsame Ergebnisse zu erzielen. Zusammen erzeugen sie neue Handlungen und Bedeutungen. Ihre Zusammenarbeit und Kommunikation ähnelt dem Tanzen: Es braucht Tempo, Abstimmung, Timing, Sensibilität für Gleichgewicht, Bewegung und Rhythmus, Mut sowie die Fähigkeit und Bereitschaft, zu folgen und zu führen. Es geht um die Entwicklung von „Leidenschaften“ zu Handlungen und bewussten Aktionen. Der Einzelne engagiert sich mit Leidenschaften und erlebt Trauer, je mehr er*sie handelt, das heißt, von äußeren Ursachen beeinflusst wird. Je mehr die Patient*innen ihre eigenen Meister sind, desto mehr handeln sie und je mehr sie handeln, desto mehr erleben sie Freude.

Enaktive Traumatherapie ist dabei eine mitfühlende und engagierte Bemühung, das Bewusstsein auf Kommunikationsebenen zu bringen, die es erlauben, in für die Patient*innen machbaren Schritten, neue wohlwollende und heilende Erfahrungen entstehen zu lassen
Geführt von der Kraft und Macht der Aktionen und Handlungen des*der Patient*innen ist die Enaktive Traumatherapie bei komplexen und chronischen Traumatisierungen ein phasenorientierter Prozess, der körperorientierte Interventionen beinhaltet.
Grundsätzlich werden Körper und Geist als eine funktionale Einheit verstanden

Das Weiterbildungsformat

Erstes Modul - LIVE - Referent:innen: Sina Hulten und Oliver Püschel
15.-17. Juni 2023
täglich von 9.30 - 17.00 Uhr

Das erste Modul führt die Teilnehmer*innen in die Enaktive Betrachtung und die Theorie der traumabezogenen Dissoziationen ein.
Diese Ansätze unterstützen die Therapeut*innen, die häufigsten Symptome einer Komplexen Traumatisierung mit posttraumatischen Stresssymptomen, dissoziativen Symptomen und selbstzerstörenden Verhaltensweisen gut zu verstehen.

Der theoretische Hintergrund zeigt den Teilnehmer*innen, wie sie eine diagnostische Untersuchung durchführen können, und schließt die Diskussion zwischen echten und falsch-positiven Fällen komplexer dissoziativer Störungen ein. Die Teilnehmer*innen lernen ihre eigenen klinischen Fähigkeiten im Bereich der Auswertung diagnostischen Interviews zu verbessern und Selbsteinschätzungsfragen besser auszuwerten und interpretieren zu können.

Das erste Modul liefert auch das Rahmenkonzept einer phasenorientierten Behandlung. Die Phasen sollten nicht in festgeleger sequentieller Reihenfolge verstanden werden. Sie sind eher als eine spiralförmige Entwicklung zu verstehen, die der Erhöhung des Handlungsvermögens des*der Patient*in dienen, so dass sie traumatische Erfahrungen realisieren und integrieren können. 
Teilnehmer*innen werden mit einer Reihe von problem- und beziehungsorientierten Interventionen bekannt gemacht.


Zweites Modul - LIVE - Referent:innen: Sina Hulten und Oliver Püschel
31. August bis 2. September 2023
täglich von 9.30 - 17.00 Uhr

Das zweite Modul bringt eine Vertiefung des Rahmenkonzeptes einer phasenorientierten Behandlung. Neben der ersten Phase wird auch die zweite Phase – bei der es sich um die Integration traumatischer Erfahrungen/Erinnerungen handelt - dargestellt und praxisorientiert erläutert und diskutiert.

Ein Teil der Psychopathologie der Überlebenden kann als Phobien vor seelischen Inhalten, nahen Bindungen und dissoziativen Agens begriffen werden. In diesem zweiten Modul sollen die Teilnehmer*nnen lernen, wie sie Überlebenden helfen können, diese Phobien schrittweise zu überwinden.
Das grundsätzliche Ziel dieses Behandlungsteils ist es, bei den Überlebenden die integrativen Fähigkeiten und seelischen Kräfte wachsen zu lassen. Dies soll Ihnen ermöglichen, wieder ein zufriedenes, lebenswertes Leben zu führen und sie darauf vorbereiten, die Integration der traumatischen Erinnerung zu bearbeiten und zu erreichen.

Die zweite Phase ist daran orientiert, die therapeutische Beziehung zu vertiefen und schrittweise die traumatische Erinnerung zu integrieren. Teilnehmer*innen lernen eine Reihe von solchen Behandlungsmethoden kennen. Ein generelles Prinzip dabei ist, so zu arbeiten, dass man innerhalb des Rahmens des Handlungsvermögens bleibt. Wenn die Therapie in diesem Sinne geführt wurde, kann in vielen Fällen ein stationärer Aufenthalt vermieden werden, da die Überlebenden schrittweise ihre Phobien vor "mehr-als-oberflächlichen" Beziehungen und traumatischen Erinnerungen überwinden.


Veranstaltungsort für die beiden ersten Module:

Veranstaltungsmanagement
GLS Gemeinschaftsbank
Düsternstr. 10 20355 Hamburg
S1, S2, S3 - Haltestelle Stadthausbrücke
U3 - Haltestelle Rödingsmarkt
Busse 31, 35, 37, 601

Anfahrt / Wegbeschreibung google maps

Verpflegung
Für kleine Snacks und warme und kalte Getränke wird gesorgt!

 

Drittes Modul - ONLINE - Referent: Ellert Nijenhuis
17./ 18. November 2023
täglich von 9.00 - 12.30 Uhr und 14.00 - 17.00 Uhr

Dieses letzte Modul beschäftigt sich mit einer Vertiefung der zweiten Phase der Behandlung und mit der dritten Phase.
Die dritte Phase zielt darauf, chronisch traumatisierten Personen zu helfen, ihre Phobie vor Nähe zu überwinden, die Bereitschaft zu entwickeln, normale Risiken einzugehen, die Phobie vor Veränderungen und einem normalen Leben zu überwinden. Dies ist normalerweise auch die Phase, in der die dissoziativen Agens voraussichtlich verschmelzen können, was eine komplette Integration bedeutet. Den Teilnehmer*innen wird ein Spektrum von Interventionsmöglichkeiten gezeigt, die alle auf das Erreichen dieses Zieles ausgerichtet sind.

Voraussetzung für die Teilnahme:
Folgendes Fachbuch von Ellert Nijenhuis wird die Weiterbildung begleiten.
Teilnehmende sollten dieses Buch vor Beginn der Weiterbildung erwerben.
Einzelne Kapitel zum Studieren werden von Ellert Nijenhuis vor den Weiterbildungsblöcken jeweils empfohlen.

Buch Ellert Nijenhuis

Ellert Nijenuis: Die Trauma-Trinität: Ignoranz - Fragilität - Kontrolle. Vandenhoeck & Ruprecht. 2018


Zielgruppe
Ärztliche und psychologische Psychotherapeut*innen, Psychiater*innen, Psychotherapeutische Heilpraktiker*innen und pädagogische / psychosoziale Fachkräfte, die Vorerfahrungen im Bereich Traumatherapie haben und mit komplex traumatisiertem Klientel arbeiten.

Alle Teilnehmer*innen haben selbstverständlich Schweigepflicht, was persönliche Daten und Informationen über Betroffene und über andere Teilnehmer*innen der Seminare angeht, werden aber ermutigt, sich ansonsten untereinander und mit ihren Fachkolleg*innen über die Themen und ihre Seminarerfahrungen auszutauschen.

Diese Weiterbildung wird von der Psychotherapeutenkammer Hamburg mit 64 Punkten akkreditiert.

Teilnehmer:innengröße
Die Gruppengröße liegt zwischen 30 und 50 Personen.

Kosten

8 Ausbildungstage kosten nach Eingang der Rechnung 1.680,- Euro
Ratenzahlung in 3 Raten à 580,- Euro jeweils vor dem Wochenende möglich (1.740,00 Euro). Bitte sprechen Sie uns an.

In den Weiterbildungskosten sind enthalten:
-
Die beiden ersten Module der Weiterbildung werden von zwei Trainer*innen durchgeführt.
- Kulinarische Versorgung während der ersten beiden Live-Module.
- Das Online-Modul der Weiterbildung wird zusätzlich von einer moderierenden Fachkraft begleitet.
- Die Vortragsteile des Online-Moduls von Ellert Nijenhuis werden aufgezeichnet.
Die Teilnehmenden erhalten einen Zugangscode um sich die Videos unbegrenzt oft im Downloadbereich von fortschritte-hamburg.de anzuschauen. Diese Videos sind bis 4 Wochen nach Ende der Weiterbildung zu nutzen.
Sie können nicht heruntergeladen und der Zugang darf nicht an Dritte weitergegeben werden.
- Parallel zu der Weiterbildung ist die Teilnahme an der eAcademy von Ellert Nijenhuis verpflichtend.
Sie erhalten den besonderen Vorteil für nur 100,- € (statt offiziell 295,- €) von Beginn bis Ende der Weiterbildung an der eAcademy teilzunehmen.
Die wichtigsten Vorteile der eAcademy-Mitgliedschaft sind:
+ Über 40 Videos von je einer Stunde in Deutsch und je einer Stunde in Englisch
+ 9 interaktive Online-Klassen mit Ellert, eine Stunde auf Deutsch und eine Stunde auf Englisch
+ 9 "Fragen & Antworten" mit Ellert eine Stunde auf Deutsch und eine Stunde auf Englisch
+ Mindest. 6 interaktive Webinare und öffentliche Supervisionen durch unsere Associates (mind. 6 Stunden auf Deutsch, mind. 6 Stunden auf Englisch).
+ Alle Aufzeichnungen können während der Mitgliedschaft unbegrenzt oft angeschaut werden.

Alle Termine im Überblick
15.-17. Juni 2023
31. August bis 2. September 2023
17./ 18. November 2023

8 Weiterbildungstage in 3 Blöcken

Bildungsgutscheine
Weiterbildungsboni können eingereicht werden.

Veranstaltungsort für die beiden ersten Module:

Veranstaltungsmanagement
GLS Gemeinschaftsbank
Düsternstr. 10 20355 Hamburg
S1, S2, S3 - Haltestelle Stadthausbrücke
U3 - Haltestelle Rödingsmarkt
Busse 31, 35, 37, 601

Anfahrt / Wegbeschreibung google maps

Hoteltipps für die ersten beiden Module
- Ruby Lotti Hotel & Bar, Düsternstraße 1-3 / Stadthausbrücke, 20355 Hamburg
Infos HIER.
- Motel One am Michel, Ludwig-Erhard-Straße 26, 20459 Hamburg
Infos HIER.
- Steigenberger Hotel, Heiligengeistbrücke 4, 20459 Hamburg
Infos HIER.


Weitere Infos: www.enijenhuis.nl

Ansprechpersonen für organisatorische und inhaltliche Fragen
fortschritte Hamburg
Fortbildungen · Seminare · Beratung
Lerchenstr. 28a
22767 Hamburg
fon 040/87 50 44 69
e-mail info@fortschritte-hamburg.de
www.fortschritte-hamburg.de
Telefonische Sprechzeiten: Montags und mittwochs 10:00-12:00 Uhr


Hier anmelden: Ellert Nijenhuis, PhD & Team: Grundkurs Enaktive Traumatherapie / ehemals: Diagnose und Behandlung von chronischen traumabezogenen Dissoziationen der Persönlichkeit

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