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Suzette Boon, PhD. (NL): Herausforderungen bei der Behandlung von Klient:innen mit komplexen dissoziativen Störungen - Do's and Don't's in der Therapie bei Komplextrauma

Beginn:
19. Apr 2024, 09:30
Ende:
20. Apr 2024, 17:30
Anmelde​schluss:
18. Apr 2024, 09:30
Kurs-Nr.:
241 SB
Preis:
430,00 EUR
Ort:
Bemerkungen:
Live-Webinare / Online-Trainings
Datum Beginn Ende Dauer Raum
19. Apr 202409:3017:30
20. Apr 202409:3017:30

Beschreibung

Below in english!

Diese Fortbildung richtet sich an Therapeut:innen, die mit komplex traumatisierten Klient:innen arbeiten.

Ein phasenorientiertes Behandlungsmodell gilt unter Therapeut:innen, die sich mit der Behandlung von Störungen in Verbindung mit Komplextrauma befassen, als das Erfolgversprechendste. In der Traumatherapie mit komplex traumatisierten Patient:innen geht es bekanntlich um drei Phasen der Behandlung:
Phase 1 - Stabilisierung, Phase 2 - Bearbeitung der traumatischen Erinnerung(en) und Phase 3 - Integration und Persönlichkeits-(Re)integration.
Nach der Einschätzung und Fallformulierung steht im Vordergrund der ersten Behandlungsphase die Notwendigkeit einer sorgfältigen Steuerung des Tempos innerhalb der Behandlung. Es gilt auch die Erregungsregulation zu beachten, da viele dieser Patient:innen phobisch auf Therapie und die:der Therapeut:in reagieren und tendenziell Regulationsprobleme haben und ihnen grundlegende Lebenskompetenzen fehlen.
Bei Patient:innen mit dissoziativen Störungen kann es für die Therapeut:innen eine fordernde Aufgabe sein, ein Arbeitsbündnis herzustellen, da viele von ihnen gleichzeitig massive Bindungsprobleme aufweisen. Wütende, aggressive und selbstzerstörerische Anteile sorgen oft für eine Dysregulation der therapeutischen Beziehung, die dem Selbstschutz der Person dient. Bedürftige Patient:innen können die therapeutische Beziehung enorm unter Druck setzen, wenn Therapeut:innen das dringende Bedürfnis verspüren, das Gegenüber zu "retten".

Aber die Behandlung dieser Patient:innen bringt noch viele weitere Herausforderungen mit sich:
Was tun wir, wenn keine unserer Stabilisierungstechniken funktioniert?
Was tun wir, wenn jemand die ganze Sitzung über dissoziiert ist?
Was tun wir, wenn jemand sich während der Sitzung selbst zu verletzen beginnt? 
Was tun wir, wenn wir während der Behandlung herausfinden, dass Gewalt und Missbrauch noch anhalten?
Woher wissen wir, dass wir genug Stabilisierungsarbeit gefördert haben, um uns dafür entscheiden zu können, zu Phase 2 überzugehen - der Behandlung traumatischer Erinnerungen?
Und welche Interventionen können wir nutzen, wenn wir mit der Arbeit an Phase 2 beginnen?

In diesem Workshop wird Suzette Boon einige Patient:innen vorstellen, in denen die hilfreichen Interventionen gut vermittelt werden können. Klinische Fälle und das Zeigen von Videos von Therapiesitzungen werden die Prozesse sehr veranschaulichen. 

Abschließend wird Suzette Boon auf einige ‘neue’ Therapien in den Niederlanden eingehen, die behaupten, Stabilisierung sei nicht erforderlich und der Fokus solle sich schon viel früher auf die traumatischen Erfahrungen richten. Es ist wichtig, über diese neuen Verfahren Bescheid zu wissen und auf ihre Vorzüge und die mit ihnen verbundenen Gefahren einzugehen.

Eine Dolmetscherin wird dieses Live-Webinar mit Simultan-Übersetzung begleiten. Teilnehmende können wählen zwischen Audio in englisch (Suzette Boon) oder deutscher Übersetzung.

Diese Fortbildung wird voraussichtlich mit 16 Fortbildungspunkten von der Psychotherapeutenkammer Hamburg akkreditiert.

Besonderer Service
Die Vortragsteile werden aufgezeichnet und können anschließend auf unserer Website im Downloadbereich angeschaut werden.

Seminarzeiten
Freitag, 19. April 2024 und Samstag, 20. April 2024, täglich von 9.30 - 12.30 & 13.45 - 17.30 Uhr

Zielgruppe
Ärztliche und psychologische Psychotherapeut:innen, Psychiater:innen, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut:innen, Heilpraktiker:innen für Psychotherapie

Seminargebühr
430,- Euro
inklusive Simultanübersetzung, Zugang zu Aufzeichnung / Videos der Fortbildung für 30 Tage und Skript der PowerPoint-Präsentation

Technische Voraussetzungen für die Teilnahme:
PC, Laptop oder Tablet mit Kamerafunktion
Weitere Infos folgen nach Anmeldung.

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Challenges in treating clients with complex dissociative disorders - Do's and Don't's in therapy for complex trauma

This training is aimed at therapists who work with complex traumatized clients.

A phase-oriented treatment model is widely accepted as the most successful among therapists treating complex trauma- related disorders. Phase 1 is Stabilization, Phase 2 is memory work, and Phase 3 is Personality (re)Integration.  After assessment and case formulation, the first treatment phase stresses the need for careful pacing and regulation of arousal as many of these patients are phobic for therapy and the therapist, are prone to regulatory difficulties and lack essential life skills. It can be a challenging task to obtain a working alliance with patients with a dissociative disorder as many of these patients also have severe attachment problems. Angry, aggressive and self-destriuctive parts often dysregulate the therapeutic relationship as a way to protect the patient. Needy patients may put the therapeutic relationship under enormous pressure when the therapist feels the need to rescue. But the treatment of these patients has many more challenges:
What do we do when none of our stabilizing techniques work?
What do we do when a patient is dissociating all session?
What do we do when a patient starts hurting herself in session? 
What do we do when we find out during treatment that abuse is still going on?
How do we know that we have done enough stabilizing work to make the decision to transition to Phase 2 -  the treatment of traumatic memories? And if we start phase 2 work, what methods can we use?

In this workshop I will discuss also several patients some that could go fast and most of the interventions worked well, others that needed much more time. Clinical vignettes (video of treatment) will illustrate the process. 

Finally, I will pay attention to some ‘new’ therapies in the Netherlands that claim that stabilization is not necessary and focus on trauma should start much earlier. It is important to know about these new methods and discuss advantaged and dangers.

An interpreter will accompany this live webinar with simultaneous translation. Participants can choose between audio in English (Suzette Boon) or German translation.

This training is expected to be accredited with 16 training points by the Hamburg Chamber of Psychotherapists.

Special service
The lecture parts will be recorded and can then be viewed on our website in the download area.

Supporting parts are recorded and can then be viewed on our website in the download area.

Seminar times
Friday, April 19, 2024 and Saturday, April 20, 2024, daily from 9:30 a.m. - 12:30 p.m. & 1:45 p.m. - 5:30 p.m

target group
Medical and psychological psychotherapists, psychiatrists, child and adolescent psychotherapists, alternative practitioners for psychotherapy

Seminar fee
430 euros
including simultaneous translation, access to recordings/videos of the training for 30 days and script of the PowerPoint presentation

Technical requirements for participation:
PC, laptop or tablet with camera function
Further information will follow after registration.


Hier anmelden: Suzette Boon, PhD. (NL): Herausforderungen bei der Behandlung von Klient:innen mit komplexen dissoziativen Störungen - Do's and Don't's in der Therapie bei Komplextrauma

Einzelpreis

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