Monika Baumann: Brainspotting – Brücke zwischen Konfrontation und Stabilisierung in der Traumabehandlung
- Beginn:
- 20. Apr. 2026
- Ende:
- 20. Apr. 2026
- Datum:
- 20. Apr. 2026
- Uhrzeit:
- 17:00 - 20:00
- Anmeldeschluss:
- 19. Apr. 2026
- Kurs-Nr.:
- 293 MB
- Preis:
- 95,00 EUR (zzgl. MwSt.)
- Ort:
- Live-Webinar / Online-Fortbildung
- Bemerkungen:
- Live-Webinar / Online-Workshop
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- Referent:in:
- Monika Baumann
| Datum | Beginn | Ende | Dauer | Raum |
|---|---|---|---|---|
| 20.04.2026 | 17:00 | 20:00 |
Beschreibung
Anschließende Ausbildung in Brainspotting Phase 1 bei brainspottinggermany.com möglich.
Nächster Termin: 18.-20. Juni 2026 in Hamburg.
In der traumatherapeutischen Arbeit taucht oft die Frage auf: „Was ist wirksamer / wichtiger – Konfrontation oder Stabilisierung“ Fachleute wissen, dass diese Frage selten eindeutig zu beantworten ist. Vielmehr braucht es Methoden, die beides ermöglichen: ein behutsames Hinschauen und einen sicheren, stabilisierenden Rahmen. Genau hier setzt Brainspotting an.
Brainspotting ist eine neurobiologisch fundierte Methode, die es ermöglicht, über körperliches Spüren und emotionales Erleben tiefgreifende innere Prozesse zu begleiten. Sie wurde 2003 von Dr. David Grand aus der Arbeit mit EMDR entwickelt.
Während einer EMDR-Sitzung mit einer jungen Eiskunstläuferin mit der Blockade, den dreifachen Rittberger-Sprung durchzuführen, entdeckte er die Weiterführung zum Brainspotting eher zufällig. Die Klientin reagierte mit einem heftigen Zwinkern und David Grand blieb intuitiv mit dem Finger dort stehen und wurde – nachdem die Klientin bereits lange zu ihm gekommen war – Zeuge einer überraschend tiefen Verarbeitung.
In dieser Sitzung konnten schwer zugängliche traumatische Erfahrungen integriert werden.
Die Eiskunstläuferin berichtete am folgenden Tag von deutlicher Entlastung und innerer Stabilisierung sowie vom Überwinden der Blockade. Der Dreifach-Rittberger-Sprung gelang ihr von da an problemlos.
Brainspotting nutzt gezielt Blickpositionen („Brainspots“), die mit neuronalen Aktivierungsmustern verknüpft sind und ermöglicht so eine Verarbeitung, die sowohl sanft als auch tiefgehend sein kann. Klient:innen erleben dabei häufig, dass sie im sicheren Rahmen des Spürens die Erfahrung machen: Es passiert mir jetzt nichts. Das Erlebte kann als Vergangenes abgespeichert werden – was neue Stabilität und einen zuversichtlichen Blick in die Zukunft ermöglicht.
In diesem Workshop lernen die Teilnehmenden Brainspotting praxisnah und erlebnisorientiert kennen. Anhand von zwei Live-Demonstrationen wird sichtbar werden, wie wirkungsvoll Brainspotting sowohl bei Belastung als auch im Ressourcenaufbau eingesetzt werden kann. Es wird erfahrbar, wie aus Belastung Schritt für Schritt eine Ressource werden darf und die Brücke zwischen Belastung und Stabilisierung hergestellt werden kann. Auf Letzteres geht die Referentin im Speziellen ein.
Termin
20. April 2026; 17.00 – 20.00 Uhr
Seminargebühr
95,- €
Zielgruppe
Ärztliche und psychologische Psychotherapeut:innen, Kinder- und Jugendlichentherapeut:innen, Psychiater:innen, Heilpraktiker:innen für Psychotherapie und andere therapeutische Fachkräfte und psychosoziale Fachkräfte die mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen arbeiten
Fortbildungspunkte für Online-Teilnehmende
Diese Fortbildung ist von der Psychotherapeutenkammer Hamburg mit 3 Punkten akkreditiert.
Technische Voraussetzungen für die Online-Teilnahme:
PC, Laptop oder Tablet mit Kamerafunktion
Wer sich für die Ausbildung in Brainspotting interessiert:
Phase 1 findet vom 18.-20. Juni 2026 in Hamburg statt!
Weitere Infos auf www.brainspottinggermany.com