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Laurence Heller, PhD (USA): Einführung in das Neuroaffektive Beziehungsmodell (NARM™)

Beginn:
7. Mai 2020, 10:00
Ende:
9. Mai 2020, 17:00
Anmelde​schluss:
6. Mai 2020, 10:00
Kurs-Nr.:
162 LH
Preis:
630,00 EUR
Ort:
Datum Beginn Ende Dauer Raum
7. Mai 202010:0017:30
8. Mai 202010:0017:30
9. Mai 202010:0017:30

Beschreibung

„Die spontane Bewegung in uns allen zielt auf Verbindung. Ungeachtet dessen, wie zurückgezogen und isoliert wir geworden sind, und ungeachtet der Schwere des Traumas, das wir erlebt haben, gibt es – gerade so, wie die Pflanze sich spontan auf die Sonne zubewegt – in jedem von uns einen Impuls in Richtung Verbundenheit mit uns selbst und mit anderen.” Dr. Laurence Heller

Das Neuroaffektive Beziehungsmodell (NARM) ist ein psychodynamischer und körperorientierter Ansatz für die Behandlung von Entwicklungstraumata, der gleichzeitig mit gewachsenen Identitätsverzerrungen und mit der Dysregulation des Nervensystems und mit deren wechselseitiger Verflechtung arbeitet.
Das gleichzeitige Arbeiten auf der körperlichen und der psychischen Ebene des menschlichen Seins ist eine bedeutsame Perspektivenerweiterung mit tiefgründigen Implikationen für die Arbeit mit Beziehungs-, Entwicklungs- und Bindungstraumata.

Das Anliegen von NARM ist die Verbindung mit sich selbst, den Gefühlen, dem Körper und der eigenen Lebendigkeit. Sie ist, ebenso wie die Verbindung mit anderen, unser tiefstes Bedürfnis und unsere größte Herausforderung im Leben.
Das Konzept von NARM beruht auf der Grundannahme, dass die unzureichende Befriedigung biologischer Grundbedürfnisse die somatische und affektive Selbstregulierung, die Identität und die Beziehungsfähigkeit deutlich beeinträchtigt. In dem Ausmaß, in dem unsere biologischen Grundbedürfnisse nicht befriedigt werden, entwickeln wir auf somatischer Dysregulation beruhende Überlebensstrategien. Wir entfremden uns dabei von unserem Körper, verlieren die Verbindung zu unseren Emotionen und entwickeln in der Folge Identitätsverzerrungen und Beziehungsstörungen.

NARM arbeitet mit diesen aus dem Verlust der Verbindung entstandenen und im weiteren Leben unbewusst wirksamen Überlebensmustern auf den Ebenen von Identität, Emotion, Physiologie und Verhalten. Die Arbeit ist nicht-regressiv, ressourcenorientiert und erfolgt beziehungsbezogen im Hier-und-Jetzt.
Sie verbindet körperorientierte Ansätze mit psychodynamischen Modellen wie Bindungs- und Objekt-Beziehungs-Theorie und schlägt gleichzeitig einen Bogen zu einem umfassenderen Verständnis über die Natur von Identität.

Methodisch arbeitet NARM gleichermaßen und gleichzeitig von unten nach oben (bottom-up), vom Stammhirn zum Neokortex, wie von oben nach unten (top-down), vom Neokortex zum Stammhirn. Das Vorgehen von oben nach unten arbeitet mit

Kognitionen und mit Emotionen, es konzentriert sich auf die Erkundung und Auflösung von behindernden Identifikationen in Bezug zu sich selbst und anderen. Das Vorgehen von unten nach oben fokussiert auf den Körper, das Spürbewusstsein (somatic mindfulness) und die instinktiven Reaktionen, die durch das Stammhirn vermittelt werden und dann nach oben wandern, wo sie die limbischen und kortikalen Areale des Gehirns beeinflussen. Die Integration beider Herangehensweisen erweitert erheblich die therapeutischen Optionen in der Arbeit mit Entwicklungstraumata.


Fortbildungsinhalte

Die Fortbildungsinhalte umfassen das konzeptionelle Verständnis sowie die grundlegenden Vorgehensweisen und Arbeitsmethoden von NARM:

  • die Unterschiede zwischen Entwicklungstrauma und Schocktrauma
  • die Arbeit mit Kontakt und Kontaktverlust in Bezug zu sich selbst und zu anderen
  • die funktionale Einheit zwischen biologischer und psychologischer Entwicklung
  • die fünf Grundbedürfnisse und deren entwicklungspsychologische Bedeutung
  • die Entstehung und Funktion der fünf grundlegenden Überlebensstrategien
  • die wechselseitige Beziehung von Nervensystem-Dysregulation und Identitätsverzerrungen
  • die Erkundung und die Auflösung von scham-basierten Identifizierungen und stolz-basierten Gegenidentifizierungen
  • die implizite Absicht von Emotionen und die psychobiologische Vervollständigung
  • die Arbeit in der Gegenwart und die Bedeutung somatischer Achtsamkeit im therapeutischen Prozess
  • den NARM Heilungskreislauf und die Arbeit top-down und bottom-up

Eine Dolmetscherin wird diese Fortbildung begleiten und konsekutiv vom englischen ins deutsche und umgekehrt übersetzen.


Buchempfehlung als Vorbereitung:

Laurence Heller, Aline LaPierre , Entwicklungstrauma heilen - Alte Überlebensstrategien lösen - Selbstregulierung und Beziehungsfähigkeit stärken - Das Neuroaffektive Beziehungsmodell zur Traumaheilung NARM, Kösel 2019


Zielgruppe

Ärztliche und psychologische Psychotherapeut*innen, Psychiater*innen und Psychotherapeutische Heilpraktiker*innen, psychosoziale Fachkräfte und Interessierte aus ähnlichen Berufsgruppen

Diese Fortbildung wird von der Psychotherapeutenkammer Hamburg mit 24 Punkten akkreditiert.

Diese 3-tägige Fortbildung kann als Einführung für die 2-jährige Weiterbildung in NARM anerkannt werden. Die 2-jährige Weiterbildung wird von der uta-Akademie in Köln angeboten und startet am 5. Oktober 2020. Weitere Infos finden Sie hier.

Seminargebühr
630,- Euro
An allen Fortbildungstagen erhalten Sie Vollverpflegung.
In der Seminargebühr sind enthalten:
Unbegrenzte Anzahl kalter und heißer Getränke.
Kleines 2. Frühstück einschließlich Obst und Joghurt.
Mittags: 3-Gänge Menue mit syrischen Köstlichkeiten.
Nachmittags: Kuchen.


Veranstaltungsort
MAZZA – Tagung-und Eventlocation
Der Orient im Herzen Hamburgs
Moorkamp 5
20357 Hamburg
www.mazza-hamburg.de

Unterkunft

  • Das Yoho-the young Hotel liegt im selben Haus wie der Veranstaltungsort.
    www.yoho-hamburg.de
  • NH Hamburg Norge - Mitte
    Schäferkampsallee 49, 20357 Hamburg
    www.nh-hotels.de Das Hotel liegt ca. 3 Minuten vom Veranstaltungsort entfernt.

Hier anmelden: Laurence Heller, PhD (USA): Einführung in das Neuroaffektive Beziehungsmodell (NARM™)

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