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Curriculum Psychotraumatherapie / Basisausbildung in Traumatherapie (zertifiziert von GPTG) - Weiterbildung in 7 Modulen

Beginn:
16. Feb 2024, 12:30
Ende:
25. Jan 2025, 18:30
Anmelde​schluss:
15. Feb 2024, 12:30
Kurs-Nr.:
W 98
Preis:
2850,00 EUR
Ort:
pro familia Landesverband Hamburg e.V., Seewartenstraße 10 - Haus 1, 20459 Hamburg
Datum Beginn Ende Dauer Raum
16. Feb 202412:3019:30
17. Feb 202409:3018:00
5. Apr 202412:3019:30
6. Apr 202409:3018:00
3. Mai 202412:3019:30
4. Mai 202409:3018:00
5. Mai 202409:3017:30
31. Mai 202412:3019:30
1. Jun 202409:3018:00
2. Jun 202409:3017:30
6. Sep 202412:3019:30
7. Sep 202409:3017:00
1. Nov 202412:3019:30
2. Nov 202409:3018:00
3. Nov 202409:3015:00
24. Jan 202512:3019:30
25. Jan 202509:3018:30

Beschreibung

Flyer CURRICULUM S1 KLEIN

Flyer CURRICULUM S2 KLEIN

Das Curriculum Psychotraumatherapie ist eine von der Gesellschaft für Psychotraumatologie, Traumatherapie und Gewaltforschung (GPTG e.V.) zertifizierte Basisausbildung in Traumatherapie.
In sieben Modulen werden die Grundlagen der Psychotraumatologie, der Diagnostik und traumatherapeutischen Intervention und Behandlung von Akuttraumata und Traumafolgestörungen einschließlich der Stabilisierung und Bearbeitung der traumatischen Erfahrungen praxisnah vermittelt.
Das methodischen Hauptverfahren für die Bearbeitung der traumatischen Erfahrung(en) ist die von Lutz-Ulrich Besser weiterentwickelte Screentechnik nach dem KReST-Modell, eine Körper-, Ressourcen- und Systemorientierte Traumakonfrontation.
Weitere traumatherapeutische Ansätze und Verfahren, wie z.B. EMDR und DBT werden in einer jeweils kurzen Einführung ebenfalls vorgestellt. Das Curriculum Psychotraumatherapie richtet sich sowohl an approbierte Psychotherapeut:innen wie auch an Heilpraktiker:innen für Psychotherapie.


Aufbau und Inhalte
  • 7 Module
  • 17 Tage
  • 147 Unterrichtseinheiten

Modul 1 -  Basisqualifikation Psychotraumatologie (2 Tage)
Referentin: Jessika Distelmeyer

In diesem ersten Modul werden die Grundlagen der Psychotraumatologie und die Basics der ersten Phase der Traumatherapie, der Stabilisierung und Ressourcenorientierung anschaulich vermittelt.

Themen in der Übersicht:

  • Epidemiologie von Traumatisierungen
  • Theoretische Grundlagen der Traumatheorie
  • Definition psychischer Traumatisierung
  • Gedächtnisprozesse, Neurobiologische und psychische Folgen und Dynamiken
  • Schutz- und Risikofaktoren bei psychischer Traumatisierung
  • Einführung in die Polyvagaltheorie
  • Einführung in die Bindungstheorie
  • Komplextrauma und desorganisierte Bindung
  • Einführung in die Phase I der Traumatherapie: Stabilisierung und Techniken zur Ressourcenaktivierung und Affektregulation Teil I

Modul 2 - Diagnostik der Traumafolgestörungen und Vertiefung der Stabilisierungstechniken (2 Tage)
Referentin: Jessika Distelmeyer

Themen in der Übersicht:

  • Traumaanamnese
  • Diagnostik und Differentialdiagnostik von Traumafolgestörungen:
  • Testverfahren zur Symptomatik und Diagnostik von Traumafolgestörungen
  • Dissoziative Störungen und deren Therapie
  • Theorie der Strukturellen Dissoziation
  • Methoden zur Reorientierung bei Dissoziation
  • Techniken zur Ressourcenaktivierung, Affektregulation Teil II
  • Umgang mit selbstschädigendem und selbstverletztendem Verhalten

Modul 3 - Die Screentechnik zur Ressourcenentwicklung und Traumabearbeitung
- Einführung in die Körper-, Ressourcen. und Systemorientierten Traumakonfrontation (KReST™-Modell) Teil I (3 Tage)
Referent: Lutz-Ulrich Besser

Die Screentechnik nach dem KReST™-Modell (Körper-, Ressourcen- und Systemorientierte Traumakonfrontation) ist eine von Lutz Besser weiter entwickelte differenzierte und effektive Form der Traumabearbeitung und -integration.

Im KReST™-Modell der Screentechnik werden beim Betrachten des "alten Filmes", also des damaligen jüngeren ICH des Betroffenen, die dabei jetzt auftauchenden Gefühle, Körperreaktionen und Gedanken und Überzeugungen ressourcenorientiert prozessiert, moduliert und damit integriert.
Damit stellt die Screentechnik nach dem KReST™-Modell eine systematisierte, ressourcenorientierte und sehr effektive Behandlungsform von Traumafolgestörungen dar.

Themen in der Übersicht:

Im ersten Teil der Vermittlung der Screentechnikg werden die theoretischen und praktischen Aspekte der fehlenden Traumaintegration durch fragmentarische sensorische Speicherung der traumatischen Erlebnisse dargestellt. Weiterhin die daraus resultierende systematische Fokussierung auf die dabei eingefrorenen Bilder, negativen Selbstüberzeugungen, Emotionen und Körperreaktionen erarbeitet.

  • Einführung in die Screentechnik nach der KReST-Methode anhand eigener positiver Life-Events im Kontext von Selbstfürsorge / Selbsterfahrung
  • Ressourcenaktivierung
  • Neurobiologische Grundlagen der blockierten Informationsverarbeitung, Diagnostik und Therapie von Traumafolgestörungen.
  • Vorstellung des Vier-Phasen-Modells der Traumatherapie KReSTTMmit seinen unterschiedlichen Schwerpunkten und Werkzeugen.
  • Einführung in die strukturierte Form und Technik der Screentechnik KReSTTMfür die Ressourcenarbeit (pos. Life-Events) und die Traumabearbeitung
  • Live-Demonstration


Modul 4 - Die Screentechnik zur Ressourcenentwicklung und Traumabearbeitung (KReST™-Modell) Teil II (3 Tage)
Referent: Lutz-Ulrich Besser

Im zweiten Teil der Vermittlung der Screentechnik, der Vertiefung von Theorie und Praxis, geht es vor allem um Selbsterfahrung und Einüben der Technik in Dreiergruppen in den Rollen Therapeut:in, Klient:in, Beobachter:in. Die Effektivität der Methode wird dabei für die Seminarteilnehmer:innen durch die Konfrontation mit eigenen belastenden Lebenssituationen erlebbar gemacht.

Themen in der Übersicht:

  • Diagnostik Traumafolgestörungen
  • Therapieplanung und Behandlung bei Komorbiditäten (Suchterkrankung, Angststörung, andere psychische Erkrankungen)
  • Traumakonfrontation / Bearbeitung der traumatischen Erinnerungen
  • Struktur der Phase 3 – Vorbereitung der Traumakonfrontation
  • Screentechnik (Struktur, Prozessbegleitung und -steuerung)
  • Live-Demonstration und Übungen zum Protokoll
  • Affektmodulation durch Atem- und Körpertechniken
  • Erkennen und Modulieren von Body-Memories


Modul 5 – Akuttrauma, Krisenintervention und Selbstfürsorge (2 Tage)
Referentinnen: Nina Satya Paulsen (Tag 1) und Jessika Distelmeyer (Tag 2)

Am ersten Tag werden die Grundlagen zu Akuttrauma und Krisenintervention vermittelt und am zweiten Tag wird das Thema Selbstfürsorge in den Blick genommen.

Themen in der Übersicht:

  • Akuttrauma und Folgen
  • Angebote und Methoden der Psychosoziale Notfallseelsorge und der Einsatznachsorge
  • Krisenintervention bei akuter Belastungsreaktion, Besonderheit Großschadensereignisse, Katastrophen
  • Gesprächsführung in der akuten Situation
  • Stand der Wirksamkeitsforschung von Debriefing-Konzepten
  • Kooperation mit Opferhilfe-Organisationen
  • Selbsterfahrung von Sollbruchstellen der eigenen Mitgefühlsmüdigkeit und Klärung der eigenen Stresstoleranz
  • Prävention von Sekundärer Traumatisierung und Burnout

Modul 6: Traumatherapeutische Methodenvielfalt – ein Überblick (3 Tage)
Referent:innen: Patric Tavanti (Tag 1 und 2) und Jessika Distelmeyer (Tag 3)

In diesem Modul wird ein Einblick in vier weitere traumatherapeutische Ansätze gegeben.

Themen in der Übersicht:

  • Einführung in die EMDR-Methode
  • Einführung in die Dialektisch Behaviorale Therapie (DBT)
  • Vertiefung der Strukturellen Dissoziationstheorie nach Nijenhuis und Arbeit mit Dissoziativen Störungen
  • Arbeit mit inneren Selbstanteilen (z.B. Ego-State-Therapie, Arbeit von Janina Fisher)

Modul 7: Supervision und Abschluss (2 Tage)
Referent:innen: Lutz-Ulrich Besser (Tag1) und Jessika Distelmeyer (Tag 2)

Das Abschlusswochenende dient der Supervision und dem gemeinsamen Abrunden der Weiterbildung.

Supervision zu:

  • Arbeit mit der Screentechnik nach dem KReST-Modell (Tag 1)
  • Arbeit in der Phase 1 der Traumabehandlung; Umgang mit Selbst- / Affekt- und Spannungsregulation, Alltagsstabilität und Ausstieg aus destruktiven Bindungen (Tag 2)

Supervision und Abschlussgespräch

Zusätzlich vereinbart jede:r Teilnehmer:in ein Abschlussgespräch samt Supervision von 2 Unterrichtseinheiten über insgesamt 1,5 Stunden mit einem:einer Referent:in der Weiterbildung über mindestens zwei Fälle einschließlich der Diagnostik. Diese abschließende Supervision wird stichpunktartig von einem:einer der Referent:innen protokolliert.

Kommentar: Vor dem Abschlussgespräch müssen sechs supervidierte und dokumentierte Behandlungsfälle (Kurzfassung) mit unterschiedlichen Störungsbildern mit insgesamt mind. 50 Behandlungsstunden eingereicht werden. Vier dieser Falldarstellungen sollen Testdiagnostik in Form von insgesamt mind. drei traumaspezifischen Testverfahren sein.

Diese Weiterbildung ist von der Psychotherapeutenkammer Hamburg mit 159 Fortbildungspunkten akkreditiert!

Hier ein VIDEO, in dem Lutz-Ulrich Besser die Screentechnik nach dem KReST-Modell erläutert:

 

Voraussetzungen für das Zertifikat „Curriculum Psychotraumatherapie“ – ausgestellt von GPTG e.V.

1. Für die Zertifizierung muss jede:r Teilnehmer:in 18 Supervisionseinheiten absolviert haben. 15 dieser Stunden können bereits innerhalb der Seminare abgedeckt werden. Hinzu kommen demnach mindestens 3 weitere individuelle Supervisionsstunden, die die Teilnehmenden bei einem:einer anerkannten Supervisor:in belegen müssen. Die Kosten für die Einzelsupervision werden jeweils direkt an den:die Supervisor:in gezahlt.

2. Um das Zertifikat seitens der GPTG zu erhalten, braucht es den Nachweis über die Ausübung der Psychotherapie mit einer abgeschlossenen psychotherapeutischen Grundausbildung im Umfang von mindestens 800 Stunden inklusive mindestens 100 Stunden Selbsterfahrung/eigener Psychotherapie, sowie anschließenden 3 Jahren praktischer Erfahrung in psychotherapeutischer Arbeit. Alternativ reicht auch das Europazertifikat für Psychotherapie (ECP).
Das Zertfikat kann auch später noch beantragt werden, wenn die Voraussetzungen für die Beantragung erfüllt sind.

Referent:innen:
Lutz-Ulrich Besser, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
Jessika Distelmeyer, Heilpraktikerin für Psychotherapie / ECP-Zertfikat
Nina Satja Paulsen, Psychologische Psychotherapeutin
Patric Tavanti, Heilpraktiker für Psychotherapie


Konzeption der Weiterbildung:
Jessika Distelmeyer / fortschritte Hamburg

Übersicht Termine Hamburg 2024 / 2025
Modul 1: 16./17. Februar 2024; Freitag 12.30 - 19.30 Uhr, Samstag 9.30 - 18.00 Uhr
Modul 2: 5./6. April 2024; Freitag 12.30 - 19.30 Uhr, Samstag 9.30 - 18.00 Uhr
Modul 3: 3.-5. Mai 2024; Freitag 12.30 - 19.30 Uhr, Samstag 9.30 - 18.00 Uhr, Sonntag 9.30 - 17.30 Uhr
Modul 4: 31. Mai - 2. Juni 2024; Freitag 12.30 - 19.30 Uhr, Samstag 9.30 - 18.00 Uhr, Sonntag 9.30 - 17.30 Uhr
Modul 5: 6./7. September 2024; Freitag 12.30 - 19.30 Uhr, Samstag 9.30 - 17.00 Uhr
Modul 6: 1.-3. November 2024; Freitag 12.30 - 19.30 Uhr, Samstag 9.30 - 18.00 Uhr, Sonntag 9.30 - 15.00 Uhr
Modul 7: 24./25. Januar 2025; Freitag 12.30 - 19.30 Uhr, Samstag 9.30 - 18.30 Uhr

Der Umfang der Weiterbildung beinhaltet abzüglich der Pausen 147 Unterrichtseinheiten (45 min).

Zielgruppe:
Psychologische Psychotherapeut:innen; Ärztliche Psychotherapeut:innen; Heilpraktiker:innen für Psychotherapie

Es können auch Teilnehmer:innen, die die Voraussetzungen für den Erwerb des Zertifikates noch nicht erfüllen,
zu der Weiterbildung zugelassen werden. Die alternativen Voraussetzungen können in einem Gespräch mit uns geklärt werden.

Voraussetzungen für Erwerb des Zertifikats:
Um das Zertifikat seitens der GPTG zu erhalten, braucht es den Nachweis über die Ausübung der Psychotherapie mit einer abgeschlossenen psychotherapeutischen Grundausbildung im Umfang von mindestens 800 Stunden inklusive mindestens 100 Stunden Selbsterfahrung, sowie anschließenden 3 Jahren praktischer Erfahrung in psychotherapeutischer Arbeit. Alternativ reicht auch das Europazertifikat für Psychotherapie (ECP).
Das Zertifikat kann auch später noch beantragt werden, wenn die Voraussetzungen für die Beantragung erfüllt sind.
Für die Zertifizierung sollte jede:r Teilnehmer:in 18 Supervisionseinheiten absolviert haben. 15 dieser Stunden können bereits innerhalb der Seminare abgedeckt werden. Hinzu kommen mindestens 3 weitere individuelle Supervisionsstunden, die die Teilnehmenden bei einem:einer anerkannten Supervisor:in belegen müssen.

Kosten:
17 Ausbildungstage mit insgesamt 147 UE inklusive Pausen kosten 2.850,- €
Ratenzahlung in 8 Raten à 362,50,- €  möglich (2.900,- € incl. 50,00 Euro Verwaltungsgebühr).

Es entstehen zusätzliche Kosten in Höhe von 270,- € für das abschließende Supervisionsgespräch (1,5 Stunden) und die Sichtung der eingereichten Fälle.

Wenn die Voraussetzungen für den Erwerb des Zertifikats vorhanden sind, kann abschließend das Zertifikat der GPTG erworben werden. Die Ausstellung des Zertifikats kostet 80,- € und ist direkt an die GPTG zu entrichten.

Bildungsgutscheine
Bildungsgutscheine können eingereicht werden.

Veranstaltungsort
pro familia Landesverband Hamburg e.V.
Seewartenstraße 10 - Haus 1
20459 Hamburg


Hier anmelden: Curriculum Psychotraumatherapie / Basisausbildung in Traumatherapie (zertifiziert von GPTG) - Weiterbildung in 7 Modulen

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